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[DISKUSSION] Beispielszenarien für Bodenfeuchtesensoren

Diskussion über unsere Sensoren & Akoren sowie Tipps & Tricks zum Einsatz, Einbau, Erfahrungen usw.

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adimaster
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Beispielszenarien für Bodenfeuchtesensoren

#1

Beitrag von adimaster »

Hallo zusammen,

schön, dass die Bodenfeuchtesensoren nun erhältlich sind.
Jetzt werde ich mich einlesen und Szenarien und Anwendungsfälle planen und dann bestellen :dance:.

Gibt es neben den Textbeschreibungen vielleicht auch ein paar "Muster-Szenarien"?
Hat jemand schon Anwendungsfälle geplant?
@StefanW sicherlich habt ihr auch schon jede Menge Beispiele erprobt und könnt Empfehlungen aufzeigen.
Sowas in der Form (Achtung keine durchdachte Planung) würde mir zum schnelleren Einstieg sehr helfen:
Bodenfeuchtesensor_Bsp1.PNG
Bodenfeuchtesensor_Bsp2.PNG
Grüße
Adi
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#2

Beitrag von FabKNX »

Kurze Zwischenfrage: gehe ich richtig in der Annahme, dass man pro Bodenfeuchtesensor eine Auswerteinheit benötigt?

Die besten Einsatzszenarien interessieren mich auch sehr.
VG Fabian
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ms20de
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#3

Beitrag von ms20de »

FabKNX hat geschrieben: Sa Aug 01, 2020 3:42 pm Kurze Zwischenfrage: gehe ich richtig in der Annahme, dass man pro Bodenfeuchtesensor eine Auswerteinheit benötigt?
Ja und die Auswert-Einheiten werden bei langer 1W-Verkabelung in den Garten am besten durch einen Ventil-Aktor geleitet, welche die 5V für 1Wire aufbereitet.
Zuletzt geändert von ms20de am Sa Aug 01, 2020 4:04 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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StefanW
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#4

Beitrag von StefanW »

FabKNX hat geschrieben: Sa Aug 01, 2020 3:42 pmKurze Zwischenfrage: gehe ich richtig in der Annahme, dass man pro Bodenfeuchtesensor eine Auswerteinheit benötigt?
ja, pro Sensorelement eine Auswerteelektronik. Wir empfehlen auch zusätzlich einen Hülsentemperaturfühler zur Messung der Erdtemperatur um damit eine Temperaturkompensation der Messung zu ermöglichen.

lg

Stefan
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#5

Beitrag von Sun1453 »

Es gibt Bodenfeuchte Sensoren in 8 cm und 10 Metern Variante. Geht es da um die Kabellänge oder?
Gruß Michael

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StefanW
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#6

Beitrag von StefanW »

Sun1453 hat geschrieben: Sa Aug 01, 2020 7:17 pmEs gibt Bodenfeuchte Sensoren in 8 cm und 10 Metern Variante. Geht es da um die Kabellänge oder?
Richtig, um die Leitungslänge. Ich sehe zu, dass dies in der Beschreibung besser heraus gestelt wird.

Ein 10 Meter langer Bodenfeuchtesensor wäre in der Tat aufwändig zum eingraben ;)

lg

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#7

Beitrag von Sun1453 »

Also gut wäre das gleich im Bild oder nen 2 Bild mit bestellbaren Anschluss Kabel Längen oder da war über der Box zur Wahl was mit Watermark. Das könnte man auch gegen Anschlusskabellängen tauschen wenn möglich.
Gruß Michael

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Judas_z
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#8

Beitrag von Judas_z »

Hallo Andi und co,

dann mische ich mich mal ein wenig ein.
adimaster hat geschrieben: Sa Aug 01, 2020 3:29 pm Gibt es neben den Textbeschreibungen vielleicht auch ein paar "Muster-Szenarien"?
Hat jemand schon Anwendungsfälle geplant?
@StefanW sicherlich habt ihr auch schon jede Menge Beispiele erprobt und könnt Empfehlungen aufzeigen.
Sowas in der Form (Achtung keine durchdachte Planung) würde mir zum schnelleren Einstieg sehr helfen:
Je mehr Messwerte man hat, desto weiter kann man optimieren. Mindestens würde ich jedoch einen Sensor pro Bewässerungskreis in der typischen Wurzeltiefe (ca 1/3 - 2/3 der selbigen) installieren. Bei Rasen beispielsweise also so Flach, dass gerade noch beim drüber gehen nicht auffällt.
Je tiefer die Position ist, desto träger reagiert der Sensor auch auf Niderschlag, bzw. Trockenheit. Deshalb würde ich bei einem Durcheinander an Pflanzen abhängig von einem flachen Vertreter Wässern und Messen.
Saugspannung2.PNG
Im Angehängten Bild seht ihr neben der Rasentemperatur zwei Sensoren. Der eine ist ganz knapp unter dem Gras vergraben, der andere nur einige cm tiefer. Wie man unschwer erkennen kann, gleichen siche die Werte bei langsamen Änderungen ziemlich. Regnet es nun, so reagiert der obere Sensor (gelb) um einiges direkter auf die Wasserzufur.

Bei Tropfbewässerung zwischen 10 cm und 20 cm von einer Tropfstelle entfernt.
Um die Menge des zu verabreichenden Wassers besser optimieren zu können kann man zusätzlich zum Oberboden noch einen weiteren Sensor für den Unterboden (so ca 50 cm). Ist es unten feuchter, muss ich oben nicht so viel bewässern weil in dem System an sich schon mehr Feuchtigkeit enthalten ist.
Saugspannung1.PNG
In diesem Bild sieht man wieder diese 2 Sensoren. Nun ist jedoch einer Temperaturkompensiert, der andere jedoch nicht. Wasserzufuhr erfolgte keine in diesem Zeitraum. Was man sehr deutlich erkennen kann ist das bei zunehmender Saugspannung der Temperatureinfluss größer wird und eine Kompensation sinnvoll ist (grün ist Temperaturkompensiert mit einem IP68 Hülsenfühler mit passender Länge).
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Zuletzt geändert von Judas_z am Sa Aug 01, 2020 10:14 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße,

Julian


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#9

Beitrag von adimaster »

Danke, @Judas_z
Judas_z hat geschrieben: Sa Aug 01, 2020 10:09 pm Je mehr Messwerte man hat, desto weiter kann man optimieren. Mindestens würde ich jedoch einen Sensor pro Bewässerungskreis in der typischen Wurzeltiefe (ca 1/3 - 2/3 der selbigen) installieren. Bei Rasen beispielsweise also so Flach, dass gerade noch beim drüber gehen nicht auffällt.
Ok, klar. Viele Messstellen = viele Erkenntnisse.
Aber möglichst nahe an der Oberfläche, um schneller regeln zu können --> verstanden :D.

Ich fasse jetzt mal zwei mögliche Szenarien zusammen, so wie ich es verstanden oder mir erschlossen habe :doh: :
  1. Rasenbewässerung, zum Regeln würde ich
    • die Sensoren in den nicht von den Regnern überlappten Bereichen eingraben
    • zu jedem Bodenfeuchtesensor einen T-Sensor anschließen (zur Temperaturkompensation)
    • die Spannungsversorgung über einen Ventilaktor gewährleisten
    Rasenbewässerung_1.PNG
    Rasenbewässerung_2.PNG
  2. Gemüsebeet
    • der Bodenfeuchtesensor und der Temperatursensor werden in Hauptwurzeltiefe der jeweiligen Pflanze eingegraben
    • opt. wird noch ein "2. Sensorpaket" in den "Unterboden" zur Optimierung der Regelung eingegraben
    Gemüsebeet.PNG
Gibt es da noch Verbesserungsvorschläge?
Hält der Sensor eigentlich das Wurzelwachstum stand? Oder "bohren" sich die Wurzeln irgendwann in den Sensor?

Grüße
Adi
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Zuletzt geändert von adimaster am So Aug 02, 2020 5:11 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von StefanW »

Hallo Adi,
adimaster hat geschrieben: So Aug 02, 2020 5:06 pmAber möglichst nahe an der Oberfläche, um schneller regeln zu können --> verstanden :D.
Jein.

Eigentlich in Hauptwurzeltiefe der jeweiligen Pflanzenart.

Nur bei Rasen ist diese nur wenige cm unter der Oberfläche, daher "nahe an der Oberfläche".

Zu weit oben bedeutet: Man misst "zu trocken" weil je mehr an der Oberfläche, desto mehr Verdunstung, obwohl die Wurzeln noch ausreichend Wasser haben.

Es ist wie bei einem bekannten Hygieneprodukte. Dorthin, wo die Periode passiert. Und so ist es auch mit dem Sensorelement. Die Auswerteelektronik ermittelt daraus die Saugspannung, also GENAU DEN Parameter, den auch die Wurzel der Pflanze aufbringen muss und daher gehört der Sensor dorthin, wo diese Hauptwurzeltiefe ist. Die Wurzeltiefe hängt davon ab, welche Bewässerung der Rasen bisher hatte. Sofern es viel und bis in tiefere Schichten reichendes Wasser gab, kann die Wurzeltiefe bei Rasen maximal bis 15 cm reichen.

==> Daher mal einen Querschnitt ausheben und nachsehen. Falls man eine gute Bewässerung plant, davon ausgehen, dass die Wurzeln sich dann kräftiger und nach unten entwickeln werden.

Kurz:

1. Der obere Sensorr zeigt an, wann mit der Bewässerung begonnen werden soll (weil es um die Hauptwurzeltiefe zu trocken wird). Bei Werten über ca. 300 hPa sollte mit der Bewässerung begonnen werden. Die Bewässerung sollte bei 80 bis 100 hPa abgebrochen werden bzw. - wenn ein zweiter Sensor darunter vorhanden ist - sobald sich dessen Wert verändert zu kleineren Werten.

2. Der untere Sensor zeigt an, wann die Bewässerung spätestens zu beenden ist (weil wenn während einer Bewässerung sich der Wert des unteren Sensors bewegt, dann ist die Beregnung zu beenden). Langfristig gilt auch noch: Die Saugspannung sollte sich hier über das Jahr möglichst nicht verändern. Eine durchschnittlich Verringerung der Saugspannung am unteren Sensor deutet auf eine Überbewässerung hin und eine Erhöhung der durchschnittlichen Saugspannung zeigt ein Zuwenig an Bewässerung an.


adimaster hat geschrieben: So Aug 02, 2020 5:06 pmHält der Sensor eigentlich das Wurzelwachstum stand? Oder "bohren" sich die Wurzeln irgendwann in den Sensor?
Das ist uns nicht bekannt. Es ist kein Fehler, wenn man etwas Abstand hält, aber das umgebende Erdreich wird der Wurzel sicher besser gefallen. Der Sensor sollte dadurch nicht gleich defekt werden, da sind nur Elektroden und eine Gipsmatrix drin.

lg

Stefan
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