VOC-Sensor bei sparsamer Verkabelung

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Zugschlus
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VOC-Sensor bei sparsamer Verkabelung

#1

Beitrag von Zugschlus » So Mär 17, 2019 10:49 am

Hallo,

als ich von 1-Wire erfahren habe, war es leider schon zu spät. Wir hatten nur noch einige wenige Tage Zeit, bis sich das Kabel-Einzieh-Fenster auf unserer Baustelle für immer geschlossen hat. Deswegen haben wir fast nirgends ein dediziertes Kabel für 1-Wire und werden die beiden "Extra"-Adern in der KNX-Leitung für 1-Wire benutzen müssen.

Allerdings möchte ich in zwei, drei Räumen doch einen VOC-Sensor haben, und nun stellt sich direkt die Frage, wie bekomme ich den Strom zum Sensor?
  • Ist es sinnvoll, den Sensor zusammen mit einem Unterputznetzteil in eine (nach oben zeigende) Elektronikdose zu verbauen? Im Fertighaus habe ich da etliche Freiheiten der Nachrüstung.
  • Ich habe an den meisten Orten, wo ich VOC-Sensoren haben möchte, eine Cat6-Netzwerkverkabelung. Hat schonmal jemand versucht, 1-Wire plus Stromversorgung über Netzwerkverkabelung zu transportieren und den Sensor am Einsatzort einfach mit einem RJ-45 Stecker an die Netzwerkdose anzuschließen? Am Patchfeld müsste man dann alle so belegten Ports elektrisch zusammenfassen, das Netzteil anschließen und den so entstehenden Baum zum 1-Wire Busmaster verlängern. Einen ähnlichen Stunt musste ich an zwei Stellen mit KNX machen, wo die KNX-TP-Verkabelung keine messbare Verbindung in die Unterverteilung hat.
  • Kann man die KNX-TP-Linie irgendwie als Spannungsquelle verwenden? Da müsste man vermutlich irgendwie entkoppeln, aber wie?
Ich bin bestimmt nicht der einzige, der diese Herausforderung hat, wie habt Ihr das gelöst?

Grüße
Marc
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Marc Haber, St. Ilgen
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gbglace
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#2

Beitrag von gbglace » So Mär 17, 2019 10:57 am

Ich habe da noch keine Experimente gemacht. Ich denke aber der beste Weg wäre die CAT-Leitung entsprechend als 1-wire Busleitung incl. Spannungsversorgung für den VOC zu benutzen.
Nachteil an der Lösung ist halt die extreme Sterntopologie.

Die VOC Betriebsspannung aus dem Bus auskoppeln halte ich für die schlechtere Alternative, weil das im Zweifel einen nicht sauber funktionierenden VOC und ggf. gar nen kaputten KNX-Bus bedeuten kann. Aber da stecke ich zu wenig in der Elektronik, das beurteilen zu können.
Grüße
Göran

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#3

Beitrag von jockel » So Mär 17, 2019 6:02 pm

Ich hatte an einer Stelle ein ähnliches Problem mit Luftfeuchtigkeit & Temperatur. Damals gab ich den Multisensor an einem Raspberry betrieben und die Daten per Wlan ans Wiregate gesendet.

Vielleicht auch eine Option, ich weiß aber nicht, ob der VOC am Raspberry so einfach in Betrieb zu nehmen ist wie der Multisensor.
TWS 2500 ID: 145 + 1x TP-UART + 2x DS9490R, VPN geschlossen, Reboot nach Absprache / wiregate198

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#4

Beitrag von Zugschlus » Fr Mär 22, 2019 10:59 am

gbglace hat geschrieben:
So Mär 17, 2019 10:57 am
Ich habe da noch keine Experimente gemacht. Ich denke aber der beste Weg wäre die CAT-Leitung entsprechend als 1-wire Busleitung incl. Spannungsversorgung für den VOC zu benutzen.
Nachteil an der Lösung ist halt die extreme Sterntopologie.
Also verbleiben die Lösungen mit einem lokalen UP-Netzteil nahe am VOC und die Zuführung über eine dedizierte Leitung, notfalls über die Netzwerkvrekabelung.

Kann ich im zentralen Fall das Netzteil vom Timberwolf anzapfen oder ist zu empfehlen, dass ich mir da ein eigenes Meanwell-Dings in die Unterverteilung schraube?

Grüße
Marc
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gbglace
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#5

Beitrag von gbglace » Fr Mär 22, 2019 12:57 pm

Die Empfehlung geht klar zum gleichen Netzteil wie TWS / PBM um Masseschleifen zu verhindern.
Grüße
Göran

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#6

Beitrag von Desertstorm85 » Fr Mär 22, 2019 1:00 pm

Hallo Marc,

aus meiner Sicht ist es am saubersten ein UP-Netzteil zu verwenden und die Spannungsversorgung dann zum Sensor zu legen. Dabei beachten das die richtige Spannung vom Netzteil anliegt (vor Anschluß) und der BUS und die Versorgung auf dem selben Potential liegen (GND verbinden). Elektrisch ist es egal wo die Spannungsquelle sitzt. Bei größeren Belastungen (höherer Strom) ist es sogar besser/von Vorteil wenn die Quelle näher bei dem Verbraucher Sitzt da dann die Verluste über eine lange Leitung wegfallen.

Grüße
Thomas
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Beitrag von StefanW » Fr Mär 22, 2019 1:23 pm

Desertstorm85 hat geschrieben:
Fr Mär 22, 2019 1:00 pm
Bei größeren Belastungen (höherer Strom) ist es sogar besser/von Vorteil wenn die Quelle näher bei dem Verbraucher Sitzt da dann die Verluste über eine lange Leitung wegfallen.
Jep, nicht nur das, sondern der Rückstrom dann lokal abgeführt wird.

Verheerend (hinsichtlich der sich ausbildenden Magnetfelder) wäre es, wenn man 12 V über eine separate Leitung am entfernten Verbraucher einspeißt und den Rückstrom über GND dann über die Datenleitung zurück bis zum Busmaster führt, weil dann unsymmetrische Magnetfelder entstehen im inneren der Leitung und das kann Reichweite kosten.

lg

Stefan
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Beitrag von Zugschlus » Sa Mär 23, 2019 1:01 pm

Desertstorm85 hat geschrieben:
Fr Mär 22, 2019 1:00 pm
Bei größeren Belastungen (höherer Strom) ist es sogar besser/von Vorteil wenn die Quelle näher bei dem Verbraucher Sitzt da dann die Verluste über eine lange Leitung wegfallen.
Wir reden hier von 23 mA an 12V und einer Leitungslänge von vielleicht 15 Metern. Dafür ein eigenes Netzteil zu verbauen tut mir irgendwie weh.

Am liebsten würde ich das ja über PoE machen, aber das macht wieder mehr warm.

Grüße
Marc
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#9

Beitrag von StefanW » Sa Mär 23, 2019 1:43 pm

Hallo Marc,

gut, bei 15m ist so ziemlich alles egal. Da geht auch NYM.

Dann mach es doch über CAT, bei der Entfernung spielt der deutlich höhere Widerstand und die andere Impedanz sehr vermutlich keine Rolle. Die Spannung nimmst Du aus dem Timberwolf Netzteil, das ist extra brutal überdimensioniert, dass der Kunde auch 30 VOC Sensoren dranhängen kann.

lg

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Beitrag von gbglace » Sa Mär 23, 2019 2:26 pm

War ja meine Empfehlung schon, eine Cat-Leitung für den einen 1-Wire Strang inkl. Versorgungsspannung vom PBM/TWS abzugreifen. Dabei eben nur schauen das es am LAN Patchpanel nicht irgendwie vermischt wird mit anderem.
Grüße
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