Die "Druck-Zentrale": 5-fache Überwachung & Diagnose (Heizung, Solar, Wasser)
Verfasst: Sa Dez 13, 2025 9:16 pm
[Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI formuliert, der technische Inhalt und die Diagnosen basieren vollständig auf meiner realen Anlage und Erfahrung.]
Hallo zusammen,
inspiriert wurde dieses Projekt ursprünglich durch den Beitrag von @Chris M. . zur Zisternen-Messung (hier nachzulesen: viewtopic.php?p=48817&hilit=drucksensor#p48817).
Aber der eigentliche "Zündfunke" kam erst beim Usertreffen. Dort hat Chris im direkten Gespräch die Details erklärt, wie er das realisiert hat.
(Kleiner Tipp am Rande: Genau wegen solcher Hintergrund-Infos und dem Austausch "zwischen den Zeilen" lohnen sich die Treffen immer. Man nimmt oft mehr mit, als im Forum steht.)
Daraus ist bei mir eine Überwachung mit 5 Drucksensoren am Timberwolf entstanden, die mir mittlerweile mehr über mein Haus verrät, als jeder Klempner auf den ersten Blick sieht.
1. Der Aufbau (Hardware & "MacGyver"-Lösung)
Ich wollte keine Unsummen für Sensoren ausgeben, aber präzise Daten haben.
Die Sensoren: Ich nutze günstige Edelstahl-Druckmessumformer (z.B. diese hier: link funktioniert leider nicht sorry aber nach
Edelstahl Drucksensor, G1/4" 5V Ausgang 0,5-4,5V/0-5V Druckmessumformer Sensoreingang für Öl Brennstoff Gas Luft Wasser(0-150PSI) dafür suchen sorry ).
Signal: 0.5V - 4.5V (ratiometrisch). Das lässt sich am Multi-IO des TWS perfekt einlesen.
Versorgung: 5V DC.
Die Installation: Da die Sensoren oft ein 1/8" NPT Gewinde haben (amerikanisch), habe ich mir passende Messing-Adapter auf unsere Rohrleitungen hartgelötet (Silberlot). Das ist dicht, hält ewig und ist günstiger als Spezial-Fittinge.
Kalibrierung: Abgeglichen habe ich die Werte einmalig mit professionellem Kältetechnik-Equipment.
2. Die fünf "Patienten" und was wir gelernt haben
A. Solarthermie (Der Anlagenschutz)
Hier überwache ich die Druckdifferenz zwischen "Kalt" (Winter/Nacht) und "Stagnation" (Sommer/Mittag).
Das Problem: Wenn der Druck im Sommer zu stark abfällt (Leckage oder Ausdehnungsgefäß defekt), sinkt der Siedepunkt.
Die Gefahr: Beim Anlaufen der Pumpe trifft heiße Flüssigkeit auf Luftblasen -> Explosionsartiges Verdampfen -> Sicherheitsventil löst aus -> Anlage verliert Flüssigkeit.
Die TWS-Lösung: Ich sehe den Trend lange bevor es knallt und kann nachfüllen.
B. Warmwasser (Die Sicherheitsventil-Prüfung)
Ich habe den Sensor auf 9 Bar kalibriert.
Erkenntnis: Ich kann im Grafana exakt sehen, wie der Druck beim Aufheizen steigt. Bei 7,8 Bar öffnet das 8-Bar-Sicherheitsventil "töpfchenweise" und hält den Druck stabil. -> Funktionstest bestanden.
C. Kaltwasser vs. Warmwasser (Der Diagnose-Krimi)
Das war das Highlight. Ich hatte das Phänomen, dass der Kaltwasserdruck im Haus scheinbar grundlos auf 7,5 Bar anstieg.
Übliche Diagnose: "Der Druckminderer am Hausanschluss ist defekt." (Teurer Tausch).
TWS-Diagnose: Ich habe die Kurven von Kalt- und Warmwasser übereinandergelegt.
Ergebnis: Der Kaltwasserdruck stieg exakt synchron mit der Aufheizung des Boilers!
Ursache: Nicht der Druckminderer war defekt, sondern die Rückschlagklappe im Boiler-Zulauf schloss nicht zu 100%. Der Überdruck drückte zurück ins Kaltwasser-Netz.
Nutzen: Fehler punktgenau gefunden, unnötigen Tausch des Druckminderers gespart. (Ein Wissen, das ich jetzt auch bei meinen Kunden anwende).
D. Brunnenwasser (Leckage & Pumpenschutz)
Versorgung für WC, Garten, Waschmaschine (200L Puffer).
Logik: Ich überwache den Druckabfall in Relation zur Zeit.
Leckage-Erkennung: Fällt der Druck nachts langsam ab, ohne dass eine WC-Spülung (erkennbar am schnellen Abfall) stattfindet -> Füllventil undicht.
Wartungs-Indikator: Normalerweise schafft der Puffer ca. 5 WC-Spülungen, bis die Pumpe anspringt. Sinkt diese Zahl (z.B. Pumpe springt nach jeder Spülung an), weiß ich sofort: Luftpolster im Ausdehnungsgefäß ist weg -> Luft nachfüllen.
3. Die Logik (Rohwert zu Klartext)
Um aus den Volt-Werten (0.5 - 4.5V) saubere Bar-Werte zu machen, nutze ich nicht nur eine einfache Formel, sondern das Interpolations-Modul.
Der Vorteil: Ich kann "krumme" Kennlinien der günstigen Sensoren korrigieren, indem ich echte Messpunkte (mit dem Manometer abgeglichen) hinterlege.
Hier der Code-Schnipsel (Dank an @kolbinger für die Vorlage), den man einfach importieren kann:
{
"Level": [
["$In", "float", 0.0],
["$Out", "float", 0.0]
],
"Module": [
["Interpolation","$In", "$Out", [[0.15,0],[0.62,1.2],[0.69,1.4],[0.76,1.53],[0.81,1.7],[0.85,1.85],[3.08,7.1]]]
],
"Input": [
["Eingang","Eingangswert (x)", "$In", "a"]
],
"Output": [
["Ausgang","Ausgangswert (y)","$Out", "a"]
]
}
(Die Werte in den Klammern [Volt, Bar] müsst ihr natürlich an eure Sensoren anpassen).
Fazit
Der Timberwolf ist hier weit mehr als eine Haussteuerung. Er ist ein Langzeit-EKG für die Haustechnik. Die Investition in die Multi-IOs und Sensoren hat sich allein durch die gesparten Fehl-Diagnosen schon amortisiert.
Edelstahl Drucksensor, G1/4" 5V Ausgang 0,5-4,5V/0-5V Druckmessumformer Sensoreingang für Öl Brennstoff Gas Luft Wasser(0-150PSI)
VG
Georg
Hallo zusammen,
inspiriert wurde dieses Projekt ursprünglich durch den Beitrag von @Chris M. . zur Zisternen-Messung (hier nachzulesen: viewtopic.php?p=48817&hilit=drucksensor#p48817).
Aber der eigentliche "Zündfunke" kam erst beim Usertreffen. Dort hat Chris im direkten Gespräch die Details erklärt, wie er das realisiert hat.
(Kleiner Tipp am Rande: Genau wegen solcher Hintergrund-Infos und dem Austausch "zwischen den Zeilen" lohnen sich die Treffen immer. Man nimmt oft mehr mit, als im Forum steht.)
Daraus ist bei mir eine Überwachung mit 5 Drucksensoren am Timberwolf entstanden, die mir mittlerweile mehr über mein Haus verrät, als jeder Klempner auf den ersten Blick sieht.
1. Der Aufbau (Hardware & "MacGyver"-Lösung)
Ich wollte keine Unsummen für Sensoren ausgeben, aber präzise Daten haben.
Die Sensoren: Ich nutze günstige Edelstahl-Druckmessumformer (z.B. diese hier: link funktioniert leider nicht sorry aber nach
Edelstahl Drucksensor, G1/4" 5V Ausgang 0,5-4,5V/0-5V Druckmessumformer Sensoreingang für Öl Brennstoff Gas Luft Wasser(0-150PSI) dafür suchen sorry ).
Signal: 0.5V - 4.5V (ratiometrisch). Das lässt sich am Multi-IO des TWS perfekt einlesen.
Versorgung: 5V DC.
Die Installation: Da die Sensoren oft ein 1/8" NPT Gewinde haben (amerikanisch), habe ich mir passende Messing-Adapter auf unsere Rohrleitungen hartgelötet (Silberlot). Das ist dicht, hält ewig und ist günstiger als Spezial-Fittinge.
Kalibrierung: Abgeglichen habe ich die Werte einmalig mit professionellem Kältetechnik-Equipment.
2. Die fünf "Patienten" und was wir gelernt haben
A. Solarthermie (Der Anlagenschutz)
Hier überwache ich die Druckdifferenz zwischen "Kalt" (Winter/Nacht) und "Stagnation" (Sommer/Mittag).
Das Problem: Wenn der Druck im Sommer zu stark abfällt (Leckage oder Ausdehnungsgefäß defekt), sinkt der Siedepunkt.
Die Gefahr: Beim Anlaufen der Pumpe trifft heiße Flüssigkeit auf Luftblasen -> Explosionsartiges Verdampfen -> Sicherheitsventil löst aus -> Anlage verliert Flüssigkeit.
Die TWS-Lösung: Ich sehe den Trend lange bevor es knallt und kann nachfüllen.
B. Warmwasser (Die Sicherheitsventil-Prüfung)
Ich habe den Sensor auf 9 Bar kalibriert.
Erkenntnis: Ich kann im Grafana exakt sehen, wie der Druck beim Aufheizen steigt. Bei 7,8 Bar öffnet das 8-Bar-Sicherheitsventil "töpfchenweise" und hält den Druck stabil. -> Funktionstest bestanden.
C. Kaltwasser vs. Warmwasser (Der Diagnose-Krimi)
Das war das Highlight. Ich hatte das Phänomen, dass der Kaltwasserdruck im Haus scheinbar grundlos auf 7,5 Bar anstieg.
Übliche Diagnose: "Der Druckminderer am Hausanschluss ist defekt." (Teurer Tausch).
TWS-Diagnose: Ich habe die Kurven von Kalt- und Warmwasser übereinandergelegt.
Ergebnis: Der Kaltwasserdruck stieg exakt synchron mit der Aufheizung des Boilers!
Ursache: Nicht der Druckminderer war defekt, sondern die Rückschlagklappe im Boiler-Zulauf schloss nicht zu 100%. Der Überdruck drückte zurück ins Kaltwasser-Netz.
Nutzen: Fehler punktgenau gefunden, unnötigen Tausch des Druckminderers gespart. (Ein Wissen, das ich jetzt auch bei meinen Kunden anwende).
D. Brunnenwasser (Leckage & Pumpenschutz)
Versorgung für WC, Garten, Waschmaschine (200L Puffer).
Logik: Ich überwache den Druckabfall in Relation zur Zeit.
Leckage-Erkennung: Fällt der Druck nachts langsam ab, ohne dass eine WC-Spülung (erkennbar am schnellen Abfall) stattfindet -> Füllventil undicht.
Wartungs-Indikator: Normalerweise schafft der Puffer ca. 5 WC-Spülungen, bis die Pumpe anspringt. Sinkt diese Zahl (z.B. Pumpe springt nach jeder Spülung an), weiß ich sofort: Luftpolster im Ausdehnungsgefäß ist weg -> Luft nachfüllen.
3. Die Logik (Rohwert zu Klartext)
Um aus den Volt-Werten (0.5 - 4.5V) saubere Bar-Werte zu machen, nutze ich nicht nur eine einfache Formel, sondern das Interpolations-Modul.
Der Vorteil: Ich kann "krumme" Kennlinien der günstigen Sensoren korrigieren, indem ich echte Messpunkte (mit dem Manometer abgeglichen) hinterlege.
Hier der Code-Schnipsel (Dank an @kolbinger für die Vorlage), den man einfach importieren kann:
{
"Level": [
["$In", "float", 0.0],
["$Out", "float", 0.0]
],
"Module": [
["Interpolation","$In", "$Out", [[0.15,0],[0.62,1.2],[0.69,1.4],[0.76,1.53],[0.81,1.7],[0.85,1.85],[3.08,7.1]]]
],
"Input": [
["Eingang","Eingangswert (x)", "$In", "a"]
],
"Output": [
["Ausgang","Ausgangswert (y)","$Out", "a"]
]
}
(Die Werte in den Klammern [Volt, Bar] müsst ihr natürlich an eure Sensoren anpassen).
Fazit
Der Timberwolf ist hier weit mehr als eine Haussteuerung. Er ist ein Langzeit-EKG für die Haustechnik. Die Investition in die Multi-IOs und Sensoren hat sich allein durch die gesparten Fehl-Diagnosen schon amortisiert.
Edelstahl Drucksensor, G1/4" 5V Ausgang 0,5-4,5V/0-5V Druckmessumformer Sensoreingang für Öl Brennstoff Gas Luft Wasser(0-150PSI)
VG
Georg