@gbglace
Grundsätzlich habe ich alle Zähler auf absoluten Zählerständen, ich möchte keine Impulse zählen und weiß dann nicht, ob das alles noch so stimmt.
D.h. Modbus oder M-Bus.
M-Bus für Energiemengenzähler mache ich mit den Gateways von Solvimus:
MBUS-GE20M / MBUS-GE80M
https://www.solvimus.de/de/produkt/mbus ... bus-ge80m/
Ich bin darüber über Stark Elektronik (Energiezähler Shop) gekommen, ist inhabergeführt und der Hr. Stark ist sehr kompetent bei meinen Rückfragen über die letzten Jahre gewesen.
Grundsätzlich hat M-Bus den Vorteil, dass es auch die Einheit überträgt (also zB 5.640 kWh), das machen reine Modbus RTU/TCP Zähler nicht, da muss man sich die Einheiten aus dem Datenblatt puhlen. Gerade bei 50+ Zähler mit Wasser, Strom und Wärme freut man sich da über jede Vereinfachung..
Aus dem benannten Gateway fällt dann Modbus TCP raus (natürlich dann wieder ohne Einheit). Das Mapping von M-Bus auf Modbus geht per Webinterface von dem GW, da kann man auch die nativen M-Bus Werte inkl. Einheit anzeigen und beim Einbinden prüfen. Ich finds unterm Strich eine sehr schöne und flexible Lösung (aktuell vor allem mit Loxone Miniservern, und irgendwann halt auch mal mit Alternativen wie TWS).
M-Bus ist an sich nicht für häufige Abfragen gemacht. Die Idee ist Zählerstand in einem Mietshaus oder Gewerbeobjekt alle paar Tage / Wochen und so.
Ich habe eine Installation mit nur 3 M-Bus Geräten (Strom, Wasser, Gas), die frage ich seit Jahren im 5s Abstand mit dem GE20M ab, das funktioniert.
Mit 50+ auf einem M-Bus bin ich bei 5-10min bis ich neue Werte kriege (was auch fein ist, wenn man keine "Live Anzeige" braucht).
Strom: wenn man schnelle Werte braucht, Modbus RTU + Wandler auf Modbus TCP (zB ABB oder Eltako oder die etwas teureren Eastron), alternativ für EHz Optisch auf Modbus oder Optisch auf M-Bus und dann eigenes Gateway
Wasser: M-Bus über Stark, hier hatte ich noch keine Notwendigkeit für "schnell" (und auch nix gefunden außer M-Bus)
WMZ: auch hier ist alles außer M-Bus dünn. Ggf. Anzahl klären, wenn nur 1 oder 2 dann sollte schnelleres Auslesen funktionieren.
Soweit der Stand dazu, falls du Fragen hast oder ich ein paar Screenshots machen soll, melde dich gerne.
Habe ein ähnliches Projekt, der Bestand ist eine größere Hackschnitzel-Anlage (per "Nahwärme" für mehrere Häuser des Gehöfts), dort werde ich mit WMZ über eine Heizsaison den "Lastgang" des sanierten Altbaus loggen, um dann die SoleWP genau passend bzw. einen Tick kleiner zu dimensionieren (natürlich direkt ohne Puffer auf die FBH), Warmwasser über den Keller (inkl. Serverrack) kühlende und entfeuchtende BWWP. Biomasse bleibt als Havarie eingebunden.
Brauchwasser hat jeweils in der Küche bzw. direkt neben dem Bad kleinere Speicher, sodass ich ohne Zirkulation direkt warmes Wasser habe. Das Brauchwasser wird dann über einen Glattrohrwärmetauscher bei Abfrage erhitzt. Da kann ich die
Speicher von OEG empfehlen (der verlinkte kommt in die Küche unter die Arbeitsplatte), die haben sehr gute Dämmwerte (fest aufgeschäumte Dämmung - im Vergleich zu den losen Matten, die nachträglich herumgelegt werden). Mit entsprechendem Konto zahlst du da auch deutlich weniger.
Aktuell verbreche ich mir den Kopf über eine Hydraulik, habe da von Energie und Hobby eine schöne Idee mitgenommen (
Wärmepumpe wie richtig einbinden?). Viel Erfolg bei deinem Projekt..