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[Beantwortet] KNX, 1-Wire und RS-485 über ein gemeinsames Erdkabel? BlitzArt?

Ihr habt Fragen zu Eurem Projekt, zum Aufbau und Einsatzbereich von 1-Wire
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maggyver
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#11

Beitrag von maggyver »

Hallo,

weil unter der Einhaltung von Normbedingungen das dann eben bei einer Prüfspannung von 0,8kV eine Leitungsführung zusammen mit Starkstromleitungen ermöglicht.

Da steht nicht, dass es unter anderen Bedingungen dann auch noch sinnvoll ist. Das ist im Einzelfall bzw. Anwendungsfall zu prüfen.
Dafür ist dann der Ausführende verantwortlich, wie es immer so schön heißt.

Die Normen ... eine "Sammlung von Erfahrungswerten". Als Mindestabstände in die Norm einzugehalten haben, gab es noch keine ausreichendgute Isolierstoffe um auf Sicherheitsabstände und baulich getrennte Verlegung verzichten zu können. Es gab zu der Zeit aber auch nicht so viele elektrische bzw. elektronische Systeme, dies sich gegenseitig in die Quere kommen können. Somit ist es manchmal sinnvoll trotz besserer Isolierung eine baulich getrennte Verlegung zu favorisieren.

Nachtrag:

Der Vorschlag von Chris M. zur Verlegeung mehreren Kabelschutzrohre parallel (am besten noch Zusätzliche in Reserve) in einer Sandtrasse, in der örtlich vorgeschriebenen Mindestverlegetiefe, stellt eine nachhaltige Lösung dar.
Zuletzt geändert von maggyver am Di Jan 17, 2023 12:30 am, insgesamt 5-mal geändert.
Grüße
René
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speckenbuettel
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#12

Beitrag von speckenbuettel »

Hallo @Chris M. und @macgyver,

vielen Dank für den Link zu Voltus. Das ist ja genau das gesuchte Kabel von Helukabel :-)
Ich hatte das bei Voltus und Idealo schon gesucht, aber leider mit dem Suchbegriff "KNX Erdkabel" nicht gefunden.

Ich plane damit jetzt wie folgt:

2 x Kabuflex 50 mm, für Daten und für Niederspannung getrennt, von der Garage bis in den Keller (Durchmesser der Leerrohre gem. Kabuflex Leerrohrrechner: https://www.leerrohrberater.de/rohrkonfigurator).

Die Niederspannungsleitung geht direkt von der Garage durch das eine Leerrohr bis zum Zählerschrank, dort wird der entsprechende Überspannungsschutz gem. PV-Planung eingebaut.

Die KNX-Erdkabel und ein Cat.7-Erdkabel von der Garage durch das andere Leerrohr würde ich direkt an der Hauseinführung in den Keller terminieren, dort die entsprechende Anzahl BlitzArt-Module in einen Kleinverteiler, z. B. Spelsberg AK 12, einbauen, und von dort mit normaler KNX-Leitung bzw. Telefonleitung (für 1-Wire und Modbus) bis zum Verteilerschrank.

Hier ein paar Zeichnungen:

Bild

Bild

Bild


Folgende BlitzArt-Module sind geplant:

2 x Type 3 für alle vier Adern der KNX-Leitung
1 x Type 2 für Modbus, die vierte Ader endet unbenutzt aber isoliert im Kleinverteiler
1 x Type 2 für 1-Wire

Kann ich für 1-Wire auch 2 x Type 3 verwenden, wenn ich auf der weißen Ader 12 V (z. B. für VOC-Sensoren) mitführen möchte?

Für das Cat.7-Kabel habe ich das DEHNpatch DPA CL8 EA 4PPOE von DEHN vorgesehen.

PE geht vom Kleinverteiler mit NYM-J 1x10 zur Potenzialausgleichsschiene unter dem Zählerschrank.

Passt das von der Überspannungsschutzplanung so, oder gibt es noch Verbesserungspotenzial?

Eine kurze Erläuterung noch dazu, warum ich die BlitzArt-Module direkt an der Hauseinführung anordnen möchte:
Ersten möchte ich aus Platzgründen die eher widerspenstigen Erdkabel nicht bis in den Verteilerschrank bzw. den Netzwerkschrank ziehen.
Und zweitens sind Zählerschrank (mit Haupt-Potenzialausgleichsschiene) und Verteilerschrank in unterschiedlichen Räumen angebracht, sodass auch die Montage der BlitzArt-Module im Verteilerschrank keine direkte Verbindung zur Haupt-Potenzialausgleichsschiene ermöglicht.
Unterm Verteilerschrank gibt es natürlich eine zweite Potenzialausgleichsschiene, die über ein NYM-J 1x10 mit der Haupt-Potenzialausgleichsschiene und damit mit dem Kreuzerder verbunden ist.

Vielen Dank und viele Grüße
Falk
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maggyver
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#13

Beitrag von maggyver »

Hallo Falk,

das sieht doch schonmal sehr gut aus.

Den Biegeradius am 90°-Bogen der Kabuflexrohre möglichst weitläufig ausführen lassen. Am besten gleich eine Einzughilfe (stabile Schnurr) in die Kabuflexrohre einbringen lassen. Lass dir noch ein oder zwei weiter Kabuflexrohre in Reserve in die Kabeltrasse legen, für zukünftige Anwendungen.

Mach die Kleinverteiler an den Hauseinführungen nicht zu klein. In der Garage solltest du auch einen Kleinverteiler und entsprechenden Überspannungsschutz vorsehen, um die dortigen Geräte vor Überspannungsereignissen zu schützen.

Der Überspannungsschutz gehört auch direkt nach der Hauseinführung gesetzt um zu verhindern das Überspannungen sich über die bestehende Elektroinstallation weiter ungehindert im Haus oder Garage verteilen kann.

Falls in der Garage kein geeigneter Erder zur Verfügung steht, lässt sich dies mit einem Tiefenerder herstellen. Der Tiefenerder muss nicht innerhalb des Gebäudes sitzen. Am besten nimmt man in dem Fall die Variante aus Edelstahl. Die Verbindung ins Gebäude sollte mit einen Rundleiter oder Flachmaterial aus Edelstahl hergestellt werden. Am Ende sitzt dann die Potentialausgleichschiene und daran kannst du dann dein NYM-J 1x10mm² für deinen Überspannungsschutz anschließen.

Als 1-Wire Leitung würde ich der Empfehlung von ElabNET folgen und die KNX-Leitung in der Farbe lila für die Verkabelung innerhalb des Hauses oder der Garage nutzen. Natürlich spricht nichts gegen die Verwendung eines JY-(ST)-Y 2x2x0,8 in grau ... aber bitte keine "Telefonleitung" benützen, denn das wäre z.B. ein JY-(ST)-Y 2x2x0,6 in grau.

Ich habe bei mir diese Leitungen so verwendet:

KNX -> YCYM 2x2x0,8 in grün
1-WIRE -> YCYM 2x2x0,8 in lila
MODBUS -> JY-(ST)-Y 2x2x0,8 in grau

Wenn du deinen TWS direkt schützen möchtest, wirst du unmittelbar an seinem Einbauort, alle am TWS angeschlossene Leitungen über einen Überspannungsschutz führen müssen.
Zuletzt geändert von maggyver am Di Jan 31, 2023 8:20 am, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße
René
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#14

Beitrag von fsl »

speckenbuettel hat geschrieben: Di Jan 31, 2023 6:58 am Für das Cat.7-Kabel habe ich das DEHNpatch DPA CL8 EA 4PPOE von DEHN vorgesehen.
Bin mir nicht sicher, ob dieser Überspannungsableiter in der Form eines normalen Reiheneinbaugeräts kommt. Klar, er ist für die Hutschiene, aber passt da dann noch eine Abdeckung mit Schlitz drauf?
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#15

Beitrag von gbglace »

Der sieht gut danach aus, als das er drunter passt. Ansonsten im Verteiler auf eine abgesenkte Hutschiene die ich eh im oberen Bereich habe wo alle zu verteilenden Leitungen aufliegen. Nur die Hutschienen mit den REG-Geräten haben Standardbefestigung und Abstand zu den Abdeckungen.
Grüße
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#16

Beitrag von maggyver »

Ein Blick in die Datenblätter verrät, das zwischen Oberkante Überspannungsschutz und Unterkante Abdeckung 4,7mm (+/- 0,1mm) Platz sein sollte. Der Dehn Überspannungsschutz ist mit RJ45-Buchsen ausgestattet, das heißt die Cat.7-Kabel müssen dann zuerst auf eine Netzwerkdose aufgelegt und mit Patchkabel an den Überspannungsschutz gesteckt werden. Platzbedarf nicht zu knapp bemessen.
Zuletzt geändert von maggyver am Di Jan 31, 2023 1:37 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße
René
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#17

Beitrag von Chris M. »

maggyver hat geschrieben: Di Jan 31, 2023 8:06 am Den Biegeradius am 90°-Bogen der Kabuflexrohre möglichst weitläufig ausführen lassen. Am besten gleich eine Einzughilfe (stabile Schnurr) in die Kabuflexrohre einbringen lassen.
Die Kabuflex kommen bereits mit einem eingelegten Draht.
Aber Achtung: der ist dazu gedacht etwas stabileres einzuziehen mit dem dann die finale Leitung eingezogen wird.

Wenn man das mit bisschen Verstand macht, dann bekommt man das schon hin. Dann kommt man auch nicht auf die Idee mit dem dünnen Zugdraht zwei 2,5x5 NYY ziehen zu wollen :)
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#18

Beitrag von gbglace »

Ja habe letztlich auch zwei Stück NYY 5-fach durchgezogen. Ging auf 20m und paar Schwenker ganz gut wenn einer an einem ordentlichen Seil zieht und einer schiebt.
Grüße
Göran

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#19

Beitrag von speckenbuettel »

Vielen Dank für euren Input und eure Hinweise.

Der DEHNpatch EA passt in den Spelsberg AK 12, schon geprüft.
Laut Einbauanleitung sollen das ein- und ausgehende Patchkabel jeweils 500 mm gerade nach oben und nach unten geführt werden. Daher würde ich das Erdkabel mit einem RJ45-Stecker abschließen und direkt eingangsseitig in den DEHNpatch stecken. Und ab dort ein Cat7-Verlegekabel, ebenfalls mit RJ45-Stecker.

Ich habe einen Biegeradius für das Kabuflex-Rohr von 1 m vorgesehen, vielleicht wird es auch 1,5 m. Damit sollte sich alles einziehen lassen.
Hatte ebenfalls gelesen dass das Rohr schon mit einem dünnen Faden geliefert wird, der dann durch einen stärkeren Einziehdraht ersetzt werden sollte um damit dann dickere Kabel einzuziehen.

@maggyver Ich verwende für 1-Wire immer J-Y(St)Y 2x2x0,8 - leider in grau, weil ich zu Beginn noch nicht wusste dass es das auch in lila gibt.
Und am Einbauort des TWS habe ich alle Eingänge ohnehin noch einmal über BlitzArt-Module geführt.

Vielen Dank und viele Grüße
Falk
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Falk

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