[DISKUSSION] UMFRAGE: Länge und Inhalt der Artikelbeschreibung BlitzART

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StefanW
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UMFRAGE: Länge und Inhalt der Artikelbeschreibung BlitzART

#1

Beitrag von StefanW »

Hallo Foristen, wir möchten gerne Eure Meinung lesen:

Bitte um Einschätzung der Artikelbeschreibung unserer BlitzART Produkte

Wir erstellen derzeit die Artikelbeschreibungen für unsere neuen BlitzART Überspannungsableiter und Überstromprodukte. Für vier von sechs der Produkte haben wir die Artikeltexte nun geschrieben und auf dem Shop veröffentlicht.

Wie bei uns üblich, sind die Informationen umfassend, womöglich ist es auch zu viel. Die Frage ist nun, wie wird das von Euch bewertet?


Links & Hinweise:

Die Artikel im Shop sind hier: https://shop.elabnet.de/blitzart

Hinweis: CAN und RS-232 haben noch keine Beschreibung, es geht vor allem um die neuen dreistufigen Module für 1-Wire / PBM / RS-485


Unsere Fragen an Euch:

1. Länge: Ist die Länge der Texte noch akzeptabel? Wollt Ihr soviel überhaupt darüber wissen?

2. Darstellung & Verständlichkeit: Sind die gegebenen Informationen und die Struktur verständlich?

3. Redundanz: Ist es ok, das manche Informationen in den einzelnen Abschnitten redundant enthalten sind?

4. Aufteilung: Wäre es besser die Informationen auf mehrere Ort aufzuteilen (also Artikelbeschreibung nur das nötigste, alle Details in einen separaten verlinkten Fachartikel)

5. Video: Wir überlegen zu jedem Artikel ein sehr kurzes Video (2-3 Minuten) mit Vorstellung / Erklärung nur des Artikels zu machen. Würdet Ihr lieber ein kurzes Video nur zum Artikel oder wollt Ihr auch ein Video über Hintergrundwissen zu Blitz, Überspannung usw?

6. Besonderheit vermittelt: Habt Ihr die Besonderheiten dieses Artikels verstanden? Also worin sind - wenn ihr den Artikel gelesen habt - die neuen dreistufigen allen bisherigen Ableitern überlegen?

7. Datenblatt: Beim KNX Überspannungsableiter gibt es ein Datenblatt als pdf, bei den anderen Ableitern noch nicht. Ist so ein Datenblatt interessant für Euch?

8. Zeichnungen: Wie bewertet Ihr die Bilder und Zeichnungen für die Anwendung / Verschaltung?

Es wäre ganz toll, wenn Ihr uns hier helfen würdet, vielen lieben Dank


Stefan
Zuletzt geändert von StefanW am Sa Apr 03, 2021 4:12 pm, insgesamt 5-mal geändert.
Stefan Werner
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Sun1453
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#2

Beitrag von Sun1453 »

1. Ja für die Abschnitte geht es für mich noch. In Gänze ist es ein ganz schöner Brocken.

2. Darstellung finde ich gut. Ist auch verständlich geschrieben.

3. Stört mich jetzt nicht aber könnte andere natürlich stören.

4. Ja also ich finde KEY Sachen in der Artikelbeschreibung. Details dann in einen Fachartikel wie du schon geschrieben hast.

https://shop.elabnet.de/blitzart/uebers ... e_832_2297

Ich würde es wie folgt ändern:
Alles so lassen bis Empfehlungen zur Auslegung. Was extra sein sollte wäre Design Merkmale sowie Funktionen und Wirkung. KOMPATIBILITÄT und Empfehlungen zur Auslegung sollte man zusammenfassen. HÄUFIGE FRAGEN UND ANTWORTEN
sollte auf einen Extra Reiter im Shop oder auch in den Extra Bereich.

5. Für den Core Kunden das 3 Minuten Video mit allen wichtigen Fakten. Für den Integrator und Fach interessierten Kunden dann ein Detail Video.

6. Ja der x fache Schutz gegenüber anderen Produkten. Der Geräte Schutz also auch Anwendungsfehler zerstören nicht die ganze Anlage sondern, werden bei den neuen 3 Fach Schutz mit abgefangen. Der Schutz spring viel schneller an und rettet damit die empfindliche Hardware.

7. Diese Datenblätter finde ich toll. Auch das Layout ist genial und spitze. Ich habe diese ja das erste mal im TWS Katalog gesehen und war sofort begeistert. Alle klar und ein wenigen Blicken zu ersehen. Auch gerade für die Dokumentation im Haus Plan habe ich die gleich verwendet.

8. Finde ich sehr gut gestaltet und auch verständlich.
Gruß Michael

Timberwolf 950 QL #344 | Mit Internetanbindung | VPN Offen | Reboot nach Absprache

gbglace
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#3

Beitrag von gbglace »

In dem Beschreibetext kommen mir ein paar Fragen.

mindestens 2m zur PAS (nennt sich das nicht mittlerweile HES).
Das wird bei mir schon knapp. Ich habe die HES direkt neben dem HAK, direkt oben drüber sitzt der SPD Typ1 auf der Sammelschiene vor dem Zähler im linken Felder eines drei feldrigen Zählerschrankes. Wenn da jetzt jemand nur einen ZBS55 hat und Zähler und Verteiler in einem, dann gibt es dadrinnen ja eigentlich keine Chance mehr als 2m Leitung zu erreichen um eine KNX-Spannungsversorgung und/oder nur den Blitzart.

Ich habe da getrennte Schränke aber die PE Leitung von der HV hat da auch keinen Meter bis zur HES und die KNX-Spannungsversorgungen habe ich in der HV auch ganz unten also eher nah dran.

Wenn jetzt alle KNX-Geräte inkl. LK usw. in dem Verteiler sitzen, tut das da wirklich not rings um diese Geräte einen Blitzart zu setzen, teilweise ist da nicht mal ein weiteres Gerät auf dem Leitungsweg.

Zu den üblichen Typ1 und Typ2 ÜSS liest man das diese bei bis zu 10m auch noch eine Typ3 Absicherung gewährleisten.
Wäre es da nicht quasi ausreichend an der KNX-Spannungsversorgung und an den ausgehenden Leitungen aus dem Verteiler, sowie an den Gebäudeaustrittspunkten analog der Empfehlungen zu den Stromleitungen einen zu setzen?

Sofern der Ableiter auch vor anderen Überspannungen den Bus schützen soll/kann dann sollte man die Empfehlungen da ggf etwas differenzieren. denn aus einem Blitzevent kann ich mir nur schwer vorstellen das da eine wesentliche Spannungspotentialdifferenz zwischen Punkt x im Verteiler zu Punkt Y im gleichen Verteiler entsteht.

Insofern an jeder Spannungsversorgung, an jedem Verteiler Ein-/Ausgang, Gebäudeausgang. Innerhalb des Gebäudes als typ3 Schutz alle 10m, wobei sich mir dann die Frage der Realisierbarkeit stellt, aufgrund der Bauform. Die kleine Dehn Busklemme hat da natürlich Vorteile für die Nutzung in der Schalterdose.

Rein in der Überlegung zu den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten erscheint mir die Auflistung/Formulierung wo so einer zu empfehlen ist, eher vertriebs als praktisch sinnvoll umsetzbar orientiert.
Zuletzt geändert von gbglace am Mi Mär 31, 2021 4:29 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße
Göran

-- --Timberwolf 2600 Velvet Red-- -- TWS #225 / VPN aktiv / Reboot OK
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Chris M.
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#4

Beitrag von Chris M. »

Ich habe jetzt nur auf den ÜSS für 1-Wire geschaut, vermutlich ist's bei den anderen ähnlich:

Bei dem Text für "Beschreibung" finde ich:
  • viel zu lang
  • falsche Perspektive - der Kunde will hier sehen, was den Kunden interessiert und nicht was der Hersteller ihm sagen möchte.

    Beispiele:
    • Insgesamt 24 Schutzstrecken, bestehend aus sechs bidirektionale Überschlagstrecken plus 15 Schutzstrecken über Dioden plus drei Schutzstrecken über Strombegrenzer
      Das ist dem Kunden vollkommen egal, es zählt nur ob das Produkt seinen Job macht oder nicht
    • Schutzpegel auf der Busseite zwischen 1-Wire Data gegen GND: < 527 V (bei Impulsklasse C2, 10.000 V (1,2/50 us) / 5.000 A (8/20 us) - auf der Geräteseite jedoch nur für 1 µs, danach Klemmspannung 10 V
      Woher soll der Kunde wissen, ob 527 V jetzt passt oder ob nicht doch eher 528 V richtig wären?
      => Das ist eine Angabe für ein Datenblatt, aber nicht für eine Beschreibung
    • Vieles wird liebevoll in Kleinserie hergestellt.
      Für den Kunden ist erst mal nur relevant ob es seinen Job macht und was es kostet. Und wenn ich die Wahl habe, will ich bei so einem Nutzgegenstand lieber die Massenware mit Großserie entsprechender Qualitätssicherung als eine Manufakturware bei der ihre "Individualität" den "Charakter" unterstreicht...
  • Manche Formulierungen sind etwas komisch. Beispiele:
    • Geringster resultierender Schutzpegel auf der Geräteseite, wenn sich nach 1µs die ultraflinke Strombegrenzung
      Adjektive, und erst recht Superlative, klingen nach unseriösem Anbieter der mit Drücker-Methoden und nicht mit Produktsubstanz ein Geschäft erzwingen möchte. Da hilft es auch nichts, dass "ultraflink" eine technische Charakteristik ist, in dem Kontext liest es sich nach missglücktem Adjektiv
    • Wir bitten unsere Kunden aus anderen Ländern die obige Darstellung deutscher Wertarbeit zu verzeihen.
      Was soll ein Kunde von einem Anbieter halten, der bereits vor dem Geschäft um Verzeihung bittet?
    • Im Zeitalter zunehmender fernöstlicher Fertigung
      ...haben die Leute gelernt, dass von dort auch qualitativ hochwertige Produkte kommen. Z.B. kommen Handys von Samsung, also Korea, oder Apple, also China, und nicht mehr von Siemens oder Nokia.
      zumal dies auch ein wesentliches Kaufkriterium unserer Kunden ist
      Kunden entscheiden selber was ein Kaufkriterium für sie ist, das muss man ihnen nicht sagen; außerdem klingt das so, als ob hier alle anderen davon abgehalten werden sollen Kunde zu werden
  • Es wäre besser, wenn der allgemeine Teil, wie der komplette Abschnitt "GEFAHREN, FUNKTION & WIRKUNG" auf einer allgemeinen Seite zum Thema Blitzschutz steht und nicht beim Produkt selbst steht. Dadurch würde dort der Text auch übersichtlicher.
  • Auch würde, wenn bei "HÄUFIGE FRAGEN UND ANTWORTEN" die Antworten erst mal eingeklappt wären, die Seite optisch deutlich leichtgewichtiger und weniger abschreckend.
Weil's eine Kleinigkeit ist extra nur am Rand: "Überspannungsableiter UND Überstromschutz" - in der Typographie lernt man, dass Unterstreichen "dem Leser gehört", denn nur das kann er im Text selber machen. Wenn der Text-Setzer etwas hervorheben möchte, dann nimmt man Kursiv oder Fett-Druck.

Auch wenn das jetzt alles sehr negativ klingt, so meine ich es nicht. Es gibt viele wertvolle Informationen, aber die sollten für die Sicht vom Kunden aufbereitet sein.

Somit:
1) Nein, diese Seite ist viel zu lang. Aber ja, so viel will ich wissen. Halt nur nicht auf dieser einen Seite.
2) Grundsätzlich ist der Text verständlich und das Layout leserlich. Aber für die konkrete Beschreibung von einem Konkreten Produkt zu unübersichtlich.
3) Redundanz auf der gleichen Seite würde ich vermeiden - im besten Fall macht das die Seite nur zu lang, im schlimmsten Fall fühlt sich der Leser wie ein kleines Kind behandelt dem alles mehrfach gesagt wird. (Und im Worst-Case ist man bei der Seitenbacher-Werbung die durch ihre penetrante Wiederholungen dazu geführt hat, dass - nicht nur ich - die Produkte dieser Firma bewusst boykottiere)
4) Ja, unbedingt aufteilen. Und dann gut untereinander verlinken.
5) Für mich sind die ÜSS alle gleich, nur halt für unterschiedliche Signale. Daher sehe ich keinen Mehrwert in individuellen Videos. Wenn, dann lieber ein kurzes Produkt-Video und ein längeres Hintergrund-Video das allgemein zum Thema ÜSS geht
6) Nein. Dafür weiß ich jetzt, dass 24 Schutzstrecken drinnen sind. Was mir aber egal ist. Ich will nur wissen wie gut meine Geräte geschützt sind.
Vielleicht würde hier so ein klassisches Marketing-Diagramm helfen, bei dem man sieht wie gut die bisherigen Ableiter sind und wie viel besser ein dreistufiger ist
7) Ein Datenblatt ist wichtig. Das Format (Web-Seite) oder PDF ist mir egal.
8) Bilder finde ich gut. Höchstens etwas irritierend, dass ich eine Loxone sehe (gut!), aber keinen TWS (komisch)

Fazit (und damit eine Wiederholung): Bei dem Text kann man an vielen Stellen den Entwickler-Stolz und das "liebevolle" sehen. Das ist hier aber leider fehl am Platz, wenn nicht sogar schädlich. Hier kommt es einzig und alleine auf die Kundenperspektive an. Und für den sind ganz andere Sachen wichtig als für einen Entwickler bzw. Hersteller.
Man kann die unterschiedlichsten Dinge von Werbe-Fuzzis halten, die haben aber den Vorteil, dass die diese Informationen in genau diese richtige Perspektive bringen können (böse Zungen würden sagen: das fällt ihnen leicht, weil die die Entwickler-Sicht gar nicht erst verstehen)

Den Entwickler-Stolz könnte ich mir - aus Marketing-Sicht - dafür sehr gut in einem Hintergrund-Video vorstellen, das nur über die Firma und nicht über die (konkreten) Produkte geht. Also so, wie man als Kunde vor Ort eine Führung bekommt, nur halt als Corona sicheres Video.
(Da aber leider auch gleich wieder die Warnung: bitte für die Regie unbedingt jemanden mit Blick von außen nehmen, selber ist man dafür viel zu befangen)
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#5

Beitrag von DeLaDope »

Gut, dass Du fragst Stefan. Ich bin im großen und ganzen bei Chris und seinem Feedback.
Zu viele Infos, teilweise sehr kompex, redundante Infos. Ihr/Du seid hier zu perfektionistisch veranlagt. Mehr versuchen die Kundenperspektive zu berücksichtigen. So lange die Kunden mehr oder weniger Nerds und Freaks sind (positiv, zähle mich da auch ab un zu dazu) geht das.
Wenn ihr in die Breite wollt ist es einfach zuviel "Entwickler" Blick...

Weiterhin viel Erfolg!
VG
Tobias
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#6

Beitrag von Dragonos2000 »

Ich bin auch bei Chris, das ist sehr gut zusammengefasst. Die wesentlichen Knackpunkte sind für mich:
-Zuviel Text und Hintergrund, teilw. redundant, auf der einen Seite
-Zuviele technische Detailinformationen, die besser in ein Datenblatt gehören
-Superlative (da geht's mir wie Chris: Da zuck' ich instinktiv zurück und werd' misstrauisch)
Lg
Jochen
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#7

Beitrag von StefanW »

Ich danke Euch für Eure Bewertung, die ich sehr schätze.

Message ist verstanden.

Ich verstehe daraus insbesondere, dass das hervorheben von besonderen Produkteigenschaften - in dieser Weise - als unpassend empfunden wird.

Ich melde mich, wenn wir die Beschreibung entsprechend Eurer Kritik verbessert haben.

Danke Euch

Stefan
Zuletzt geändert von StefanW am Sa Apr 03, 2021 9:49 am, insgesamt 3-mal geändert.
Stefan Werner
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#8

Beitrag von StefanW »

Guten Morgen Göran,
gbglace hat geschrieben: Mi Mär 31, 2021 4:27 pmmindestens 2m zur PAS (nennt sich das nicht mittlerweile HES).
Werde ich prüfen, danke für den Hinweis.

gbglace hat geschrieben: Mi Mär 31, 2021 4:27 pmWenn jetzt alle KNX-Geräte inkl. LK usw. in dem Verteiler sitzen, tut das da wirklich not rings um diese Geräte einen Blitzart zu setzen, teilweise ist da nicht mal ein weiteres Gerät auf dem Leitungsweg.
Nein, in so einem Fall muss das nicht unbedingt sein.

Die Reihenfolge der zu schützenden Geräte empfehlen wir so:

1. Alle KNX Spannungsversorgungen (weil ohne die, geht gar nichts und deren Isolation ist am meisten gefährdet wegen dem PE Anschluss und den damit entstehenden Längsspannungen)

2. Alle KNX Systemgeräte wie Linienverstärker, Linienkoppler, Bereichskoppler (zu denen eigentlich auch IP-Router zählen) und IP-Interfaces sowie alle KNX Server

3. Zentral wichtige KNX Geräte die sehr viel im Haus ansteuern wie z.B. die "Wetterstationen" (die eigentlich Beschattungssteuerungen heißen sollten) und - trotz vieler zentral wichtiger Steuerungslogik - oft an exponierter Stelle sitzen, manche direkt über dem Dach).

4. Übergang der Leitungen zwischen den Schutzzonen (also wenn die Busleitung aus der Verteilung geführt wird), insbesondere beim Übergang zu anderen Gebäuden

Wichtig ist es mithin, vor allem die Spannungsversorgung zu schützen. Wenn nun ein LK da in der Nähe (10 m) ist, dann wird nicht unbedingt ein weiterer Blitzschutz erforderlich sein. Aber:


Überlegungen zur Redundanz:

Eine technische Anlage, dazu gehört auch der Blitzschutz, soll nach Möglichkeit 20 bis 50 Jahre halten. Dreh und Angelpunkt dafür ist die Dauerhaftigkeit nicht nur der Geräte und Systemen, sondern auch der Leitungsverbindungen. Auf letzteres wird leider auf Seiten der Installation zu wenig geachtet. Verbindungen müssen unbedingt dauerhaft gasdicht sein, da die Verbindungsstellen ansonsten über die Zeit korrodieren.

Das gilt auch - insbesondere - für den inneren Blitzschutz. Die technischen Eigenschaften der Ableiter stehen im Datenblatt - und wurden im Labor unter idealen Bedingungen gemessen. Das bedeutet insbesondere neue Produkte und frische Anschlüsse. Wie sieht das nach 20 oder 40 Jahren aus? Wieviele Überspannungsereignisse hat die Anlage da hinter sich gebracht? Wie hoch ist - nach dieser Zeit - der Übergangswiderstand der Leitungsverbindungen (und auf diesen kommt es an)?.

An dieser Stelle der Betrachtung gilt: Doppelt soviel hilft auch doppelt soviel. Zwei Ableiter in einer Leitung mögen bei einer frischen Installation keine Verbesserung erzielen. Aber nach zig Jahren, können zwei Ableiter (von denen womöglich nur noch einer niederimpedant angeschlossen ist, weil beim anderen ein Kontakt "schlecht" geworden ist) den Unterschied zwischen schützt und nicht schützt ausmachen.

Insofern muss sich das jeder überlegen, ob er sein Schutzsystem bei den wichtigen Teilen redundant auslegen mag. Weil ob man alles richtig eingebaut hat, erfährt man erst nach dem nächsten Blitzschlag.

gbglace hat geschrieben: Mi Mär 31, 2021 4:27 pmZu den üblichen Typ1 und Typ2 ÜSS liest man das diese bei bis zu 10m auch noch eine Typ3 Absicherung gewährleisten.
Nun, für Niederspannung mag das gelten. Wobei Typ 2 Ableiter oft noch 1500 V als Schutzpegel stehen lassen und ein Typ 3 Ableiter das noch reduzieren könnte. Ich habe bei mir daher wichtige Elemente wie IT-Technik und AV-Anlage nur über Steckdosenleisten mit integriertem Überspannungsschutz angeschlossen.

Für Bussysteme sollte man immer zusätzlich auch den Feinschutz hinzunehmen.

gbglace hat geschrieben: Mi Mär 31, 2021 4:27 pmWäre es da nicht quasi ausreichend an der KNX-Spannungsversorgung und an den ausgehenden Leitungen aus dem Verteiler, sowie an den Gebäudeaustrittspunkten analog der Empfehlungen zu den Stromleitungen einen zu setzen?
Ja, das ist sicher ausreichend. Ob man hinsichtlich der oben angestellten Redundanzüberlegungen nicht für den neuralgischen Busteil zwei Ableiter vorsieht (einen neben der Spannungsversorgung und einen an der Stelle, an der die Busleitung aus dem Verteiler geführt wird) muss jeder für sich selbst bestimmen.

Wie gesagt, direkt an der KNX Spannungsversorgung ist wegen deren Anschluss an PE wichtig.

gbglace hat geschrieben: Mi Mär 31, 2021 4:27 pmSofern der Ableiter auch vor anderen Überspannungen den Bus schützen soll/kann dann sollte man die Empfehlungen da ggf etwas differenzieren. denn aus einem Blitzevent kann ich mir nur schwer vorstellen das da eine wesentliche Spannungspotentialdifferenz zwischen Punkt x im Verteiler zu Punkt Y im gleichen Verteiler entsteht.
Sicherlich nicht auf der selben Leitung, aber punktuell gegenüber anderen Gewerken.

Bitte nicht vergessen, bei einem nahem Blitzschlag kommt die Überspannung durch den Fundamenterder und den PE ins Haus. Da kannst durchaus in dem Teil der Verteilung mit den PE-Anschlüssen durchaus zehntausende Volt mehr Spannungsdifferenz gegenüber der dort vorbeilaufenden Busleitung haben als am davon am weitesten entfernten Punkt der gleichen Verteilung.

Trotzdem ist auch hier EIN Ableiter an der Spannungsversorgung (wenn im gleichen Verteiler) ausreichend. Wer auf Redundanz Wert legt, hat zwei (einen neben der KNX Spannungsversorgung und einen beim Übergang in eine andere Schutzzone, also wenn die Busleitung die Verteilung verlässt)

gbglace hat geschrieben: Mi Mär 31, 2021 4:27 pmInsofern an jeder Spannungsversorgung, an jedem Verteiler Ein-/Ausgang, Gebäudeausgang.
Richtig.

gbglace hat geschrieben: Mi Mär 31, 2021 4:27 pmInnerhalb des Gebäudes als typ3 Schutz alle 10m, wobei sich mir dann die Frage der Realisierbarkeit stellt, aufgrund der Bauform. Die kleine Dehn Busklemme hat da natürlich Vorteile für die Nutzung in der Schalterdose.
Ich halte alle 10 m für zuviel, aber kommt auch auf die Ableiter an.

Unser zweistufiger KNX Ableiter erreicht bei 1000 Ampere eine Schutzspannung von um die 220 V. Die einstufigen kleinen Würfel kommen auf etwa 800 V (im Labor, allerdings dürfte der geschnittene PE mit niedrigem Querschnitt bei ausgedehnten Installationen ein im Labor nicht gemessener, aber in der Praxis vorhandener Nachteil sein). Ein Unterschied um den Faktor 4 in der Schutzspannung bedeutet auch ein viertel des Stromes und ein viertel mal einem viertel macht ein sechzehntel bei der Energie. Dazu noch die tausendfach (ja, wieder ein Superlativ, aber ist halt so) schnellere Reaktion unseres Ableiters und wir sind bei einem sehr viel besseren Schutzvermögen unseres Überspannungsableiters.

Es mag sein, dass der Wettbewerb alle 10 Meter ein solches Schutzmodul empfiehlt und hinsichtlich Redundanz kann man das auch so vorsehen.

Hinsichtlich unseres Modules empfehlen wir - auch wegen der deutlich kürzeren Reaktionszeit - eher alle hundert Meter ein Modul bzw. eben eher beim Übertritt von einer Schutzzone zur nächsten.

gbglace hat geschrieben: Mi Mär 31, 2021 4:27 pmRein in der Überlegung zu den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten erscheint mir die Auflistung/Formulierung wo so einer zu empfehlen ist, eher vertriebs als praktisch sinnvoll umsetzbar orientiert.
War keine Absicht.

Persönlich empfehle ich Redundanz. Sein Bussystem großzügig mit unseren Überspannungsschutzmodulen auszustatten wird etwa 1 Prozent des Anlagenpreises kosten. Ob man nun den Einsatz jedes einzelne Modul optimieren muss?


lg

Stefan
Zuletzt geändert von StefanW am Sa Apr 03, 2021 4:40 pm, insgesamt 3-mal geändert.
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#9

Beitrag von Smart Jeanie »

Mir würden 4 Dinge helfen und reichen:
1. Eine Kurze Artikelbeschreibung.
2. Ein technisches Datenblatt.
3. Eine Anleitung zur Verwendung und Montage.
4. Ein "Aufsatz" zum Thema Blitzschutz - gerne über mehrere ähnliche Artikel hinweg einheitlich, der die Besonderheiten der Produkte deutlich herausstellt.

Dann kann ich selbst entscheiden, wie tief ich da einsteigen will. So kann nach 3 Minuten der Fisch geputzt sein - oder nach 20. Je nach Bedarf.

In letzterem können die ganzen Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale ausführlicher beschrieben werden. Hier darf auch gerne der Stolz über eigene Produkte und Leistungen mitschwingen.
In den meisten Verteilungen im privaten Wohnungsbau wird wohl nur wenig zum Schutz vor Blitzschäden zu finden sein, was über die Anschlussvoraussetzungen der NB in den örtlichen TAB hinausgeht. Hier würden mir jetzt auch nur 1-2 namhafte Hersteller einfallen. Bei denen würde jetzt auch die Mehrheit (auch der Installateure) suchen, wenn es um die Absicherung von Bus-Leitungen geht. Oder sie nehmen das, was ihr Großhandel gelistet hat. Und mir stellt sich da schon die Frage, warum ich auf eher spezielle Produkte einer kleinen Bude (nicht böse gemeint) zurückgreifen sollte, die ich im Regelfall eher zufällig beim Suchen im Netz finde. Hier muss man als Anbieter in der Nische tatsächlich wohl etwas mehr erklären.

Bei Euren Videos fände ich es übrigens cool, wenn Ihr da auch eine Zweiteilung vornähmt:
1. Ein Anwendungsfall wird gezeigt. Dabei wird das Ziel dargestellt, das erreicht werden soll, und wie Ihr es konkret umsetzt, z.B. Montage eines KNX-Blitzschutzes. Das ganze ohne große Erklärung von Hintergründen. Größenordnung 3 bis 5 Min.
2. Ausführlichere Videos, so wie Ihr die heute bereits macht.

Kenne ich die ganzen Hintergründe bereits oder möchte ich mich damit nicht befassen, habe ich nach wenigen Minuten eine konkrete Vorgabe, wie ich meine Aufgabe erledigen kann und kann abschätzen, was mich dabei erwartet. Bei gleichartigen Produkten, z.B. Schutz von KNX, Schutz von 1wire etc., reicht ggf. sogar ein Kurzvideo, wenn lediglich eine simple Transferleistung durch den Käufer zu leisten ist.
Zuletzt geändert von Smart Jeanie am Sa Apr 03, 2021 1:54 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Markus

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#10

Beitrag von Chris M. »

Smart Jeanie hat geschrieben: Sa Apr 03, 2021 1:53 pm In den meisten Verteilungen im privaten Wohnungsbau wird wohl nur wenig zum Schutz vor Blitzschäden zu finden sein, was über die Anschlussvoraussetzungen der NB in den örtlichen TAB hinausgeht. Hier würden mir jetzt auch nur 1-2 namhafte Hersteller einfallen. Bei denen würde jetzt auch die Mehrheit (auch der Installateure) suchen, wenn es um die Absicherung von Bus-Leitungen geht. Oder sie nehmen das, was ihr Großhandel gelistet hat. Und mir stellt sich da schon die Frage, warum ich auf eher spezielle Produkte einer kleinen Bude (nicht böse gemeint) zurückgreifen sollte, die ich im Regelfall eher zufällig beim Suchen im Netz finde. Hier muss man als Anbieter in der Nische tatsächlich wohl etwas mehr erklären.
War zwar nicht von Stefan gefragt, aber ich finde diesen Punkt sehr gut und wichtig!

Woher sollen die potentiellen Kunden wissen, dass es hier ein Produkt für sie gibt?

Wie man an die professionellen (Elektriker, Planer, ...) kommt weiß ich nicht, aber vermutlich braucht's da dann tatsächlich noch einen Vertrieb über den Großhandel.
Für die privaten, die hier aufrüsten wollen, braucht es meiner Meinung nach eine Listung bei Amazon. Und mit Amazon Business wird dieser Kanal auch noch zunehmend für die professionellen interessant.

Ich weiß, dass Amazon zu den Kunden besser ist als zu den Händlern. Aber genau deswegen suche - zumindest ich - Produkte eigentlich nur noch dort. Da ist eine Google-SEO schon irrelevant, ich befrage nur noch die Amazon Suche.
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